Sønderborg Kommune hat eine deutsche und eine dänische Geschichte. Nach dem Krieg 1864 zwischen Dänemark und Preuβen/Österreich musste Dänemark als Verlierer das Herzogtum Schleswig an Preuβen abtreten. Sonderburg wurde Teil der preuβischen Provinz Schleswig-Holstein. Die entscheidende Schlacht im Krieg von 1864 wurde vor den Toren der Stadt ausgefochten.
Nach 1900 erlebte Sonderburg eine starke wirtschaftliche Entwicklung, u.a. durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz und durch den Bau der groβen kaiserlichen Marineschule, die heute noch das Stadtbild prägt. Viele andere repräsentative Bauten und Wohnhäuser zeugen von der Zeit, als Sonderburg und Umgebung zu Deutschland gehörten.
Bei der Volksabstimmung im Februar 1920 entschied sich die Mehrheit der Bevölkerung für eine Zukunft mit Dänemark. In Sønderborg Kommune gibt es heute eine moderne deutsche Minderheit, die das Leben in der Kommune mitbestimmt.
Es war also kein Zufall, dass die Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Bonn-Kopenhagen-Erklärungen im Jahre 2005 gerade in Sonderburg stattfanden. Bei dieser Gelegenheit schlossen der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen im Rittersaal des Sonderburger Schlosses ein neues Abkommen, das die deutsch-dänische Zusammenarbeit ausbauen soll.
Das deutsch-dänische Zusammenleben in Sønderborg Kommune hat sich in den letzten Jahren deutlich intensiviert, auch dadurch, dass immer mehr Deutsche zu uns finden, um hier zu arbeiten und zu wohnen, um hier Urlaub zu machen oder nur in Verbindung mit einem Ausflug.